Welche Bedeutung hat das Suspension Training für die Rumpfmuskulatur?
Einleitung:
Das Training der Rumpfmuskulatur (Core) findet momentan große Beachtung auf dem Fitnessmarkt. Ob Pilates, Yoga, Sling Fitness oder Core-Training, die Körpermitte steht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch wofür brauche ich ein Core-Training und wie trainiert man diese Muskulatur am besten?
Wenn nicht für das Aussehen - wofür sind diese Muskeln eigentlich gut?
Die Muskeln in unserem Körper bewirken eine Aufrichtung des Körpers und setzen Bewegungen in Gang. Wir benötigen unsere Rumpfmuskulatur zur Aufrichtung und Stabilisierung des Oberkörpers. Bauch- und Rückenmuskeln verrichten eine Haltearbeit, die die Wirbelsäule in einer gesunden, aufrechten Position hält.
Die Rumpfmuskulatur besteht aus der tiefen (autochthonen) sowie der oberflächlich gelegenen Muskulatur .
Letztere lässt sich durch verschiedene Übungen (Crunches, Lower Back Extensions) gezielt trainieren. Das Training bewirkt eine ausgeprägte Rückenmuskulatur und (bei der richtigen Ernährung) einen Six-Pack auf der anderen Seite, jedoch ist dabei nach neuesten Erkenntnissen verhältnismäßig wenig Zugewinn für die allgemeine Rumpfstabilität (aufrechte Haltung) zu erwarten.
Die dafür verantwortliche autochthone ist im Gegensatz zur oberflächlichen Muskulatur äußerlich nicht sichtbar und kann nur indirekt trainiert werden (durch Kokontraktion wie am VarioSling). Diese sogenannte Tiefenmuskulatur bildet ein ausgeklügeltes muskuläres Verspannungssystem zwischen Wirbelkörpern und Dornfortsätzen, wodurch eine gerade aufrechte Haltung erreicht wird. Durch langes Sitzen (bspw. bei Bürotätigkeit) verkümmert die Tiefenmuskulatur und die Haltung verschlechtert sich. Das Core-Training stellt hier eine sinnvolle Gegenmaßnahme zu langfristigen Folgeschäden am Muskel-Skelett-System dar, indem die Tiefenmuskulatur reaktiviert wird.
Wie trainiere ich meine Rumpfmuskulatur am besten?
Klassische Crunches und Rückerstrecker-Übungen zählten lange als Geheimwaffe für eine gesunde und attraktive Körpermitte. Damit wird die oberflächliche Rumpfmuskulatur gut angesprochen.
Die Tiefenmuskulatur wird vorrangig durch das Bewältigen von Instabilitäten sowie kleinen aggressiven Reizen aktiviert.
Am Beispiel der Brustpresse am VarioSling soll die Funktionsweise des Rumpfstabilisierenden Trainings kurz erläutert werden.
1. Ausgangslage
2. Belastung
In der Ausgangslage sind die Arme gestreckt und die Rumpfmuskulatur vorgespannt, damit der Körper nicht durchhängt. Beim Beugen der Arme muss der Rumpf stärker arbeiten, um die Instabilität der Bänder auszugleichen. Durch die erhöhte koordinative Anforderung müssen die Rumpfmuskeln stärker arbeiten, zusätzlich wird hier die Tiefenmuskulatur aktiviert. Mit dieser Übung werden:
-die oberflächliche Rumpfmuskulatur
-die autochthone Muskulatur (Tiefenmuskulatur)
-der Trizeps
-die Brust
- sowie der vordere Anteil der Schulter aktiviert
Mit dieser Übung lassen sich ein dynamisches Krafttraining für den Oberkörper mit einem Rumpfstabilisierenden Training (Core Training) für einen gesunden Rücken verbinden. Diese Variante ist besonders geeignet für Fans eines anstrengenden aber dafür schnellen und effektiven Trainings.
Weitere Anregungen zum Schlingentraining, das zum sogenannten „Functional Training" gehört findet Ihr hier.
Schreibt mir Eure Erfahrungsberichte, Fragen und Anregungen zu diesem Thema
Viele Grüße Chris
vom slingfitness.de-Team




